Freizeit und Touristik

Das Museum „Vergessene Arbeit“ in Steinhorst

Das Projekt vieler Ehrenamtler ist eine beispielhafte Arbeit und wirklich sehenswert!

Der Eingang zum Museumsgelände Das Museum ist im ehemaligen Kuhstall der Domäne Steinhorst untergebracht.

Leider ist das Museum „Vergessene Arbeit“ in Steinhorst selbst in unserem Amtsbezirk noch viel zu wenigen bekannt! Was dort beim Aufbau geleistet wurde, ist ein einmaliges Beispiel ehrenamtlicher Arbeit: Rund 20.000 Arbeitsstunden wurden bisher unentgeltlich erbracht, auf über 900 Quadratmetern eine umfangreiche Sammlung restaurierter Geräte und Maschinen aus Land-, Forst- und Hauswirtschaft sowie dem Handwerk eingerichtet. Auch ein „Tante-Emma-Laden“ ist dabei, in den sich die supermarktgewohnten Besucher auf Anhieb verlieben. Wer Glück hat, trifft sogar den Schuhmacher, der Interessenten auch heute noch handvermessene Maß-Schuhe nach individuellen Wünschen anfertigt.

Eröffnet wurde das Museum 2005 nachdem die Mitglieder des Heimatbundes und Geschichtsvereins Steinhorst-Sandesneben schon seit 2001 unermüdlich an dem Ausbau und der Einrichtung des Museums im früheren Kuhstall-Obergeschosses der Domäne Steinhorst gearbeitet hatten. Bereits seit einem viertel Jahrhundert waren Gegenstände gesammelt worden, die heute fast niemand mehr kennt, die aber die Kulturtechniken längst vergangener Epochen zeigen und die nicht in Vergessenheit geraten sollen.

Der Bummel durchs Museum wird für jung und alt zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Älteren erinnern sich an vieles, das sie noch aus ihrer Kindheit kennen. Die Jungen sehen Dinge, die ihnen völlig unbekannt sind, lernen eine neue Welt kennen. Gerade für diese Generation hat man in Steinhorst ein sehr erlebnisorientiertes museumspädagogisches Angebot. Kinder können dabei z. B. einen zentnerschweren Baum mit einem Kran anheben, ein Förderrad ausprobieren, bohren, schleifen, Seile drehen, Kartoffeln sortieren, Korn mahlen, Stöcke schälen, Werkzeuge bestimmen und in der historischen Druckerei aktiv werden.

Zum Thema Landwirtschaft sind Pflüge und Eggen, Gras- und Getreidemäher, Flügelmaschinen, Selbstbinder, Dreschkasten, Breitdrescher, Pferdeharken, Heuwender, Rübenroder, Kartoffelroder, Kartoffelsortiermaschinen, Pferde-Göpel, Leiterwagen, Pferdeschlitten, Milchwagen … ausgestellt. Außerdem findet man in dem Museum eine Dorfschmiede, Stellmacherei, Drechslerei, Zimmerei, Reeperbahn (Seilerei), Schuhmacherei, Weberei, Strohdachdeckerei, Meierei, Imkerei und Hausschlachterei.

Besonders gut kommen bei den Besuchern auch der voll eingerichtete Gemischtwarenladen, die Schulstube und die Mägdekammer an. In der historischen Druckerei wird man daran erinnert, wie mühsam es früher war, Drucksachen herzustellen. Und die ausgestellten hauswirtschaftlichen Geräte zeigen, wie viel einfacher es heute ist, den Haushalt zu versorgen.

Weitere Informationen auf der Website des Museums

Öffnungszeiten:

Ganzjährig mittwochs von 9 -12 Uhr (In der kalten Jahreszeit bitte vorab anfragen). Jeden 1. Sonnabend der Monate April bis November von 14 -17 Uhr.

Sitzgelegenheiten und Toiletten sind vorhanden.
Führungen für Besuchergruppen, Schulklassen, Kindergärten oder Einzelpersonen finden nach Absprache statt. Angemeldete Gruppen werden fachkundig geführt. Alle Exponate werden erklärt. Sie können fast alle Geräte anfassen und selbst erproben.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne angenommen.

Weitere Auskünfte:

Wolfgang Bentin
Hauptstr. 80
23847 Kastorf
Tel.: 04501 1062
Email: wolfgang.bentin@t-online.de

Paul Petersen
Dorfstr.27
23898 Lüchow
Tel.: 04536 747
Email: petersen-paul@gmx.net

rpf