Aktuelles

Löschzüge auf Amtsebene

„Ich würde gern auf Knopfdruck alle Tanklöschfahrzeuge des Amtes alarmieren können“, so war der Wunsch eines Einsatzleiters bei einem größeren Flächenbrand im Amt Sandesneben-Nusse im Jahr 2011. Daraufhin begannen erste Diskussionen, diesen Wunsch in die Tat umsetzen. Die Idee einer „Waldbrandbereitschaft auf Amtsebene“ war geboren.

Bei den sich nun anschließenden Überlegungen und Recherchen orientierte sich die Amtswehrführung an dem im Brandschutzgesetz Schleswig-Holstein beschriebenen Bereitschaftszügen. Dieses Konzept wurde auf die im Amt verfügbaren technischen Möglichkeiten angepasst. Oberstes Ziel dabei ist die Einbindung aller Feuerwehren des Amtes.

So entstanden 5 Löschzüge mit jeweils einem Themenschwerpunkt und eine Führungsgruppe bestehend aus der Amtswehrführung und einem Führungsfahrzeug.

  1. Löschzug „Brandbekämpfung“
  2. Löschzug „Brandbekämpfung“
  3. Löschzug „Wasserförderung über lange Wegstrecken“
  4. Löschzug „Wassertransport“
  5. Löschzug „Technische Hilfe“

Um den einsatztaktischen Wert der Löschzüge neben den technischen Möglichkeiten weiter zu erhöhen, haben die Feuerwehren der einzelnen Löschzüge Zugführer und jeweils 2 Stellvertreter gewählt. Die organisatorische Aufstellung der Löschzüge des Amtes Sandesneben-Nusse wurde Anfang 2013 nach vielen Stunden der Beratung mit den Wehrführern des Amtes und weiteren Fachberatern erfolgreich beendet. Seit dem Sommer 2013 erfolgte die zusätzliche Programmierung der digitalen Meldeempfänger der Kameraden.

Bei einer Großübung in Schönberg konnten 150 Feuerwehrleute das Zusammenspiel des 3. und 4. Löschzuges des Amtes Sandesneben-Nusse trainieren. Als Szenario diente ein Großbrand in einer Schönberger Produktionshalle. Einsatzleiter Michael Ehlers koordinierte die insgesamt 15 Feuerwehren mit Unterstützung der Amtswehrführung sowie Kameraden der Feuerwehr Steinhorst.

Um eine ausreichende Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherzustellen, musste u.a. Wasser über eine ca. 1000m lange Schlauchleitung gefördert werden. Diese Aufgabe übernahm der 3. Löschzug unter der Führung von Thomas Murjahn, Feuerwehr Sandesneben.

Zeitgleich konnte Christof Funk, Feuerwehr Schiphorst, mit dem 4. Löschzug die Wasserversorgung mit einem Pendelverkehr wasserführender Fahrzeuge unterstützen. Diese gaben das Wasser in den kürzlich in Dienst gestellten mobilen Wasserfaltbehälter mit 5000 Liter Fassungsvermögen ab.

Im Fazit stellte der stellvertretende Amtswehrführer Kim Steingrube fest, dass die Alarmierung und die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert haben.